Ich trete in den Öko-Streik

Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Antananarivo » 23. Dez 2010, 23:11

:sumo

Jetzt reichts!!!

http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D ... ntent.html

Ab 01.01. fällt Öko für mich flach. Vollständig.
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Challg » 5. Feb 2011, 07:00

Warum?

Nur wegen unsinnigen Benzin ist Bio doch generell nicht doof.
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

Autor: Google » 5. Feb 2011, 07:00

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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Antananarivo » 5. Feb 2011, 13:45

Der Öko-Wahnsinn nimmt Züge an, die mich ängstigen. Da wird Regenwald abgeholzt, nur, damit wir uns beim Autofahren für viel Geld Rapsöl in den Tank hauen können. Paradoxer gehts ja wohl nicht mehr. Bio als Warenzeichen hat mittlerweile auch einen mehr als schlechten Ruf. Der einzige Unterschied zu konventionellen Lebensmitteln ist der Preis. Ich war überrascht, dass im Zuge des aktuellen Dioxin-Skandals nicht öfter darauf hingewiesen wurde, dass der letzte Dioxin-Skandal ausschließlich Bio-Produkte betraf (vor zwei Jahren?). Hinter Bio steht ein knallhartes Imperium, das einzig auf das schlechte Gewissen der Menschen setzt, die im Überfluss leben. Und ich fange jetzt gar nicht erst an, mich über die Subventionspolitik der Bundesregierung und vor allem der EU aufzuregen.
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Challg » 6. Feb 2011, 17:13

Ich bin ganz ehrlich: Ich weiß zu wenig von den Produktionsweisen der Bio-Branche, um da fundiert urteilen zu können. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass in der Nicht-Bio-Branche enorm viel Mist gemacht wird. Insofern vermittelt mir eine große Wiese mit fröhlich gackernden Hennen neben dem Biobauernhof irgendwie schon ein besseres Gefühl.

Wobei ich definitiv denke und dir da auch recht gebe, dass der ganze Biobereich inzwischen auch recht kapitalistisch gesteuert wird. Zwangsläufig eben der übliche Mechanismus.

Hm.

Lösung: Selber anbauen! :eeek
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: smutny » 6. Feb 2011, 17:58

ich dachte eigentlich, der raps wächst hier zur genüge. aber ich kenne mich global mit der ganzen sache auch nicht so aus.

ich habe für mich beschlossen, nur mehr bio zu kaufen, allerdings schaue ich darauf, dass ich die örtlichen biobauern unterstütze, indem ich mir mein wöchentliches bio-kisterl schicken lasse. ich habe keine lust, mein geld für gequälte eingesperrte tiere auszugeben, deshalb gibts den anröst-speck aus kontrollierter haltung, dasselbe bei fisch - auf thunfisch verzichte ich inzwischen komplett.

soll jeder so machen, wie er will. mir hats aber, seit ich hier heraußen wohne, einfach gereicht, chemiedünger-genmanipuliert angereichertes gemüse und obst zu essen. wenns nach mir ginge, müsste massentierhaltung sowieso verboten werden. dass gutes (und da gibts große unterschiede in der qualität) bio-zeugs teurer ist, verstehe ich - ohne chemie lässt sich nicht so einfach und schnell wirtschaften. schuld am schlechten ruf der bio-bewegung sind meiner meinung nach die, die einfach ein biozeichen aufs produket drucken und damit absahnen ohne ende - das sollte besser kontrolliert werden.

inhaltlich kann ich mich sehr mit dieser bewegung identifizieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Slow_Food wenn die nicht so was sektenmäßig elitäres hätten.

eure öku-smutny :grins
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Challg » 6. Feb 2011, 18:41

:freu:

Gut mit dem Thunfisch, den esse ich seit Jahren nicht mehr udn auch sonst versuche ich mich inzwischen, im Fischverzehr generell etwas zu reduzieren, wobei ich den ja sooo liebe, Meeresfrüchte auch. :crap

Konsequent bin ich auch noch bei den Eiern, Käfighaltungseier gibt es bei mir nicht, auch nicht zu Ostern.

Hier rehct mitten in der Großstadt muss ich aber schon ziemlich rausfahren, um bei regionalen Bauern zu kaufen. Dann steht der Sprit sicher auch nicht mehr in einem grünen Verhältnis.
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: zundra » 6. Feb 2011, 20:09

ich war neulich in einem kleinen Obst- und Gemüseladen. Teuer. Nicht ausgewiesen bio. Teurer als bio. Die hat mir einiges erzählt. allerdings nicht über bio, sondern über konventionell. Ich hab da keine Lust mir Details zu merken, und schon gar nicht drüber zu referieren, aber ich werde sicher versuchen mehr bio/öko/regional zu kaufen.

was BioTreibstoff mit BioErnährung zu tun haben soll, seh ich nicht.

Beim Fleisch schmeckt und fühlt und sieht man den Unterschied.

Zum Thunfisch: da kann ich nicht drauf verzichten. :crap und den schweineteuren leiste ich mir nur, wenn er auch wirklich besser schmeckt. Das ist nicht immer der Fall. Bei Bio manchmal, bei einigen Spezialangeboten war das auch schon mal, aber die immer verfügbaren Marken unterscheiden sich geschmacklich nicht vom billigen.

Ich versuche seit diesem Jahr auf billige Wurst zu verzichten, auch auf billiges TK-Fleisch. Das Zeug ist mir nicht mehr geheuer.
Eier sowieso nur bio. ABER, leider kaufe ich manchmal doch Convenienceprodukte oder ähnliches, da achte ich nicht auf die Eier.

Soja. Leider oft gensoja. Da hab ich auch noch nicht drauf geachtet. :helga

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Genkram, lieber wären mir saubere Kriterien für den Anbau. Leider esse ich einige Produkte, die vermutlich genSoja enthalten. Kann ich auch nicht wirklich drauf verzhichten, weil die Ersatzprodukte immens teuer wären.

Beim Gemüse versuche ich bei konventionellem Anbau Spanien zu vermeiden. Die sauen da wohl ziemlich rum. Dafür ist inzwischen NL und Belgien wieder ganz okay.

Kurzsichtig gedacht ist es, davon auszugehen, dass einem das Zeug nicht schadet, nur weil man erstmal nix davon merkt.
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Antananarivo » 6. Feb 2011, 20:52

Mein Thema war ja ursprünglich Öko, nicht nur Bio. Daher das Biosprit-Beispiel. Lest mal den Link im EP. Da wird rumgesaut ohne Ende, damit wir beim Fahren ein gutes Gefühl haben. Eine Ersparnis im ökologischen Sinne gibt es gar nicht. Im Gegenteil, es wird mehr Kohlendioxid produziert...
Woher kommt das Ethanol? Es wird in Deutschland überwiegend aus Weizen und Zuckerrüben gewonnen, in Brasilien aus Zuckerrohr und in den Vereinigten Staaten aus Mais. Weil zur Erzeugung von Bioethanol riesige landwirtschaftliche Flächen verbraucht werden, stellt das Londoner Institut für europäische Umweltpolitik (IEEP) den Sinn von Biosprit in Frage. Bis 2020 müssten für dessen Erzeugung global bis zu 69 000 Quadratkilometer Ackerland für den Anbau der Ausgangsmaterialien kultiviert werden, eine doppelt so große Fläche wie Belgien. Allein dadurch, so die IEEP-Studie, würden 56 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich erzeugt. Das ist deutlich mehr, als das Tanken von Biosprit einsparen würde.


Um nochmal auf "Bio" zurückzukommen... Klar bevorzuge ich die Eier vom Markt und Obst und Gemüpse aus der Region. Und wenn ich es mir leisten könnte, käme auch nur Fleisch vom Fleischer auf den Tisch, der für die artgerechte Haltung und enwandfreie Kette gerade steht. Meeresfrüchte ess ich allgemein nicht, darum muss ich mir keine Gedanken machen. Aber ich weigere mich, diesen Bio-Wahnsinn kritiklos mitzumachen. Da ist bei Weitem nicht alles Gold, was glänzt. Beispielsweise kritisieren selbst Ökoverbände, dass bei biologischem Anbau mit natürlichen Ressourcen wie Wasser nicht umweltverträglich umgegangen wird. Was mich aber viel mehr stört, ist beispielsweise, dass es in Deutschland über 100 Bio-Siegel gibt. Wozu? Das soll kein Plädoyer für Massentierhaltung sein! Ganz im Gegenteil. Aber ich erlaube mir, das alles kritisch zu hinterfragen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich im Januar keine frischen Erdbeeren essen muss. Da können die noch so Bio sein.
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: Challg » 6. Feb 2011, 21:00

Naja, das man selbstverständlich auf viele Früchte verzichten kann, die Übersee-eingeflogen werden, das ist klar.

Und klar soll es hinterfragt werden. Das mit den Biosiegeln ist natürlich total bekloppt. :fooli001:
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Re: Ich trete in den Öko-Streik

BeitragAutor: zundra » 7. Feb 2011, 02:30

gegen Hinterfragen hab ich nichts. Du sprachst von Totalverweigerung :grins
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