So. Jetzt aber. Mich bewegt das Thema.
Vorab kurz etwas zu meiner Person: Ich bin evangelisch getauft, in einem Elternhaus aufgewachsen, das religiöse Werte zwar vertrat, nicht aber über alles stellte; bürgerliches Milieu trifft es ganz gut. Später war ich aktiv in der Jungen Gemeinde, recht typisch für all die im Osten, die mit dem real existierenden Sozialismus so ihre Probleme hatten. Und ganz später bin ich aus der Kirche ausgetreten, weil ich diverse Probleme mit der Institution als solcher hatte. Der protestantischen Kirche wohlgemerkt, mit der katholischen hatte ich nie etwas zu tun, wenn ich mal von ein paar ökumenischen Veranstaltungen absehe, die ich besucht habe.
Warum eröffne ich nun einen Papst-Thread? Weil es mich nicht nur wundert, sondern mittlerweile maßlos ärgert, mit welcher Arroganz, welcher Unverschämtheit, welcher Respektlosigkeit diesem Glauben gegenübergetreten wird. Wenn es Otto Normalverbraucher wäre, würde es mich gar nicht so stören. Aber irgendwie scheint es derzeit politisch mehr als korrekt zu sein, Kirchen-Bashing mittels medialer Öffentlichkeit zu betreiben. Ich frage mich da leicht besorgt, was passieren würde, wenn man Gleiches gegen den Islam mit seinen Institutionen oder gegen das Judentum mit seinen Institutionen praktizieren würde. Es scheint schnell mal vergessen zu werden, dass 30% aller in Deutschland lebenden Menschen Katholiken sind. Ebenso scheint vergessen zu werden, dass Kritik möglich und nötig ist, es aber Grundspielregeln für ebendiese gibt. Die sollten doch wohl gleichermaßen für die Bewertung katholischer Theorie und Praxis gelten. Oder ist die r-k Kirche zum Abschuss freigegeben? Dann habe ich irgendwas im Lauf der Geschichte nicht mitbekommen.
Und warum rege ich mich grad so auf? Deshalb:
http://www.stern.de/kultur/tv/hart-aber ... 29742.html